In Deutschland gibt es zurzeit 918 Tafeln, die für Menschen in Not tätig sind.

Die Idee, die hinter den Tafeln steht ist bestechend einfach. Nicht alle Menschen haben ihr tägliches Brot und dennoch gibt es Lebensmittel im Überfluss. Auf der einen Seite gibt es Lebensmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden dürfen, aber qualitativ noch einwandfrei sind. Auf der anderen Seite gibt es Bedürftige, die diese Lebensmittel gebrauchen können. Die Tafeln bilden dabei die Brücke zwischen Armut und Überfluss; sie bemühen sich, mit ehrenamtlichen Helfern um einen Ausgleich.

Wir als Kappelner Tafel wollen für die Bedürftigen da sein und durch unsere Tätigkeit der Intoleranz und Gleichgültigkeit entgegenwirken. Allein in Kappeln werden derzeit mehr als 400 Personen in über 200 Haushalten durch uns versorgt.

Viele unserer Kunden finden auf Grund ihres Alters, einer Krankheit oder der geringen Qualifikation keine Arbeitsstelle mehr. Es kommen Menschen zu uns, die von der Einkommensarmut betroffen sind, wie Geringverdiener, alleinerziehende Mütter, Kinder, Flüchtlinge und Asylbewerber.

Auch die Altersarmut nimmt zu. So kommen jetzt auch vermehrt Rentner zu uns, weil ihre Rente zu gering ist, um davon menschwürdig leben zu können.

Wer die vielen Einzelschicksale kennt, wehrt sich gegen pauschale Vorurteile.